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Datum: 08.07.2024

Erfolgreiche Umsetzung des DigitalPakts Schule beim Schulträger Landkreis Uckermark

Der reguläre Durchführungszeitraum des Förderprogramms „DigitalPakt Schule 2019-2024“ ist beendet und die finanziellen Mittel wurden restlos ausgeschöpft.

Mit dem DigitalPakt stellen Bund und Land Fördermittel in Höhe von ca. 2,8 Mio. € für den Landkreis Uckermark als Schulträger von 15 Schulen an 17 Standorten zur Verfügung. Zusammen mit den Eigenmitteln des Landkreises (ca. 300.000 €) beläuft sich das Gesamtinvestitionsvolumen auf knapp 3,1 Mio. €. Ziel dieser Maßnahme ist es, umfangreich in die digitale Infrastruktur und technische Ausstattung der Schulen zu investieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen dadurch besser auf die Anforderungen der fortschreitenden Digitalisierung in allen Bereichen des Lebens vorbereitet werden.

So konnten die kreislichen Schulen durch dieses Programm u. a. mit mehr als 640 höhenverstellbaren All in One PCs inkl. augenschonender Tastaturen, 220 interaktiven Displays, diversem Zubehör wie Dokumentenkameras, Headsets und Webcams, über 500 mobilen Endgeräten sowie hochwertiger Server- und Netzwerktechnik ausgestattet werden.

Darüber hinaus wurden im Rahmen von zwei Zusatzvereinbarungen mehr als 1.500 Tablets und Notebooks an alle Schulen verteilt, die per Leihvertrag den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt werden können. Das Gesamtinvestitionsvolumen für diese Endgeräte beträgt mehr als 750.000 € (zzgl. zu o.g. Gesamtinvestitionsvolumen). Die Kosten dieser Beschaffungen wurden größtenteils von Bund und Land gefördert.

Während des Durchführungszeitraumes des DigitalPakts mussten jedoch viele Herausforderungen gemeistert werden, bevor die lang ersehnte Technik in den Schulen zum Einsatz kommen konnte. Neben sehr zeitintensiven, aufwendigen Vergabeverfahren, die zusätzlich zum Tagesgeschäft des Schulträgers durchgeführt werden mussten, waren die Auswirkungen der angespannten Lage des Weltmarktes deutlich zu spüren. Rohstoffknappheit, Bauverzögerungen, Kostensteigerungen, Lieferschwierigkeiten, Personalmangel und das Erreichen von Kapazitätsgrenzen bei Baufirmen waren mitunter die Folge. Unabhängig von der Laufzeit des Förderprogramms wird der Breitbandausbau in den nächsten Monaten endlich vollendet und im Ergebnis für eine deutliche Verbesserung der Internetqualität an den Schulstandorten sorgen.

Trotz der millionenschweren Investitionen sind die Bedarfe der Schulen noch lange nicht gedeckt. Der Prozess der Digitalisierung in den Schulen erfordert noch viel Arbeit für alle beteiligten Akteure. Weitere Baumaßnahmen, zeitgemäße Ersatzbeschaffungen für bereits vorhandene Technik sowie Erweiterungen der digitalen Technikausstattungen sind permanent von Nöten. Dennoch: Durch die Umsetzung des DigitalPakts wurde bereits eine gute Basis geschaffen. Damit wurde der Digitalisierungsprozess in den Schulen deutlich vorangebracht und die Schulen sind gut vorbereitet, um künftige Herausforderungen wie beispielsweise digitale Beschulungskonzepte zu meistern.

Doch eine Hürde konnte bislang noch nicht überwunden werden: Die Einigung zur Fortführung des dringend benötigten Folgeprogramms „DigitalPakt 2.0“. Die aktuellen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern stocken, da es hinsichtlich der Finanzierung sowie konkreter Inhalte erhebliche Differenzen gibt. Um den neu geschaffenen Standard an den Schulen halten bzw. diesen weiter ausbauen zu können, verbleibt den Schulen und Schulträgern lediglich die Hoffnung auf eine schnellstmögliche Klärung.

Für Lehrkräfte, Lehramtskandidaten sowie künftige Schulassistenten gibt es unterdessen jedoch eine gute Neuigkeit: Bereits ab dem kommenden Schuljahr sollen ihnen die ersten dienstlichen Tablets und Notebooks zur Verfügung gestellt werden. Bund und Land stellen dafür mehr als 13 Mio. € bereit.

Darüber hinaus erhält der Landkreis Uckermark als Schulträger für die Administration der angeschafften IT-Technik in seinen Schulen weitere Fördermittel in Höhe von ca. 730.000 € im Rahmen einer weiteren Zusatzvereinbarung zum DigitalPakt.
Der Schulträger kann damit die Ausbildung und Qualifizierung von IT-Administratoren finanzieren bzw. zusätzliche qualifizierte Betreuer einstellen. Diese werden dringend benötigt. Nur so kann gewährleistet werden, dass die vorhandene Technik auch jederzeit in den Schulen einsatzbereit ist.

Quelle: Landkreis Uckermark