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Datum: 16.11.2022

Landesprogramm »Kiez-Kita - Bildungschancen eröffnen« geht in die Verlängerung

Große Herausforderungen brauchen besondere Förderung: Auch ab 2023 werden mehr als 120 Kindertagesstätten in Brandenburg über das Programm „Kiez-Kita – Bildungschancen eröffnen“ unterstützt. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) hat jetzt die Fördergrundsätze verlängert. Die „Kiez-Kitas“ erhalten zusätzliches Geld, um zusätzliches Personal zu beschäftigen.

Kita-Kinder gestalten mit ihren Erzieherinnen einen neuen Spielplatz oder Eltern erhalten in kleinen Erklär-Videos Tipps zur Erziehung – zwei Beispiele, wie das Landesprogramm „Kiez-Kita – Bildungschancen eröffnen“ Familien in unterschiedlichen familiären sowie sozialen Lagen unterstützt hat. Ausgewählte Kitas werden personell verstärkt, um sozialen Herausforderungen frühestmöglich zu begegnen.

Jugendministerin Britta Ernst: „Ich freue mich, dass die Fördergrundsätze für das Landesprogramm ,Kiez-Kita‘ nun für ein weiteres Jahr fortgeschrieben sind. Wir schaffen darüber Grundlagen der Bildungsgerechtigkeit für Familien in Brandenburg. Damit erfüllen wir die wichtige Aufgabe, Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung zu gewährleisten.“

Jede „Kiez-Kita“ hat die Möglichkeit, einen bzw. mehrere Schwerpunkte zu wählen: praktische pädagogische Arbeit mit den Kindern, Stärkung der Erziehungskompetenzen der Eltern, Verbesserung der Bildungschancen, Förderung der Inklusion oder Ausbau der Netzwerkarbeit. Bei der Umsetzung spielt nicht nur die Mitbestimmung der Kinder, sondern auch die Einbeziehung der Eltern eine wichtige Rolle.

Über das Landesprogramm „Kiez-Kita“ kommen Fachkräfte mit entsprechenden Zusatzqualifikationen in Einrichtungen zum Einsatz, die aufgrund der Corona-Pandemie sowie wegen der Betreuung geflüchteter Kinder und Familienaus der Ukraine besonders gefordert sind.

Hintergrund:

Dass genau dieser Bedarf besteht, hat jüngst nicht nur die Corona-Kita-Studie der Bundesregierung gezeigt, sondern zuvor auch die dritte Befragungswelle der COPSY-Längsschnittstudie unter Leitung von Prof. Dr.Ulrike Ravens-Sieberer am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Klares Ergebnis: Von Auswirkungen und Folgen der COVID-19-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern sind besonders sozial benachteiligte Familien betroffen.

Seit 2017 gibt es das Landesprogramm „Kiez-Kita“. Seit 2019 beträgt die jährliche Förderung 6,5 Mio. Euro, die mehr als 120 Einrichtungen zugutekommen. Auch für 2023 können Projekte künftig beantragt werden. Finanziert werden zum Großteil die Fachkräfte in den Kindertagesstätten sowie Sprach- und Praxisberater/innen in den Jugendämtern, die zur Qualitätsverbesserung der pädagogischen Arbeit beitragen. Die Umsetzung des Landesprogramms wird von Gesundheit Berlin-Brandenburge.V. (GBB) unterstützt.

Weitere Informationen:

Kiez-Kita | Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)
Corona-Kita-Studie im Auftrag der Bundesregierung
COPSY-Längsschnittstudie an der Uniklinik Hamburg-Eppendorf

Quelle: Ministerium für Bildung, Jugend und Sport