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Nachbarspracherwerb

Sprache lernen Kinder Shutterstock

Der Landkreis Uckermark ist an dem Interreg VA – Projekt „Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss.

Hauptziel des Interreg VA - Projekts ist die Entwicklung der sprachlichen- und interkulturellen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen.

Ein weiteres Ziel ist daher Stärkung des Bewusstseins für die gemeinsame grenzüberschreitende Region mit den damit verbundenen Chancen und Vorteilen, die gute Nachbarsprachkenntnisse mit sich bringen.

Kernelement des Projekts bildet eine grenzübergreifende Werbekampagne für die Kultur und Sprache des Nachbarlandes, die gemeinsam mit allen Projektpartnern geplant und umgesetzt wird. Zielgruppe des Projektes ist auch das pädagogische Personal. Gefördert wird der angestrebte grenzüberschreitende Erfahrungsaustausch der Pädagogen mit einem gemeinsamen E-Learning-Angebot für die Kinder und Jugendliche.

Im Zentrum steht die grenzüberschreitende Entwicklung einer innovativen und übertragbaren Gesamtkonzeption für den durchgängigen Nachbarspracherwerb für die gemeinsame deutsch-polnische Grenzregion, die an zahlreichen Modellstandorten der teilnehmenden Partnerkommunen erprobt und evaluiert wird.

Neben der Weiterentwicklung von Rahmenplänen und Materialien gehört hierzu die Umsetzung eines umfassenden Qualifizierungsprogramms für pädagogische Fachkräfte.

Das Projektkonzept sieht zudem deutsch-polnische Begegnungen für Kinder und Jugendliche vor, die ihnen die Chance bieten, ihre sprachlichen- und interkulturellen Kompetenzen anzuwenden und die den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen legt.


Projekte

Projekt INT76

Bezeichnung
Beschreibung
Teilnehmer
53 Einrichtungen in der Grenzregion
Leadpartner
Stadt Szczecin (Stettin)
Projektpartner
  • Fortbildungszentrum für Lehrkräfte in Szczecin
  • Landkreis Vorpommern-Greifswald
  • Landkreis Uckermark
  • Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) M-V
  • Universität Greifswald
  • Amt Gramzow

Gesamtausgaben

2.569.643,29 €
davon EFRE-Mittel
2.184.196,78 €
Projektbeginn
01.02.2017
Projektende
30.06.2020

Projekt INT131

Bezeichnung
Beschreibung
Teilnehmer
58 Einrichtungen in der Grenzregion
Leadpartner
Stadt Szczecin (Stettin)
Projektpartner
  • Fortbildungszentrum für Lehrkräfte Szczecin
  • Landkreis Vorpommern-Greifswald
  • Landkreis Uckermark
  • Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) M-V
  • Universität Greifswald
  • Amt Gramzow
  • Amt Brüssow

Gesamtausgaben

1.494.789,42 €
davon EFRE-Mittel
1.270.570,98 €
Projektbeginn
01.07.2020
Projektende
31.12.2022

Maßnahmen im Landkreis Uckermark / Amtsbereiche Gramzow und Brüssow

  • Errichtung von 3 Vollzeitstellen (Muttersprachler Polnisch) in sechs Kindertagesstätten

  • Errichtung einer Teilzeitstelle Projektmanagement

  • Einführung von zwei AG-Stunden in der Grundschule „Anna Karbe“ Gramzow (polnisch als Fremdsprache für deutsche Kinder und polnisch als Herkunftssprache für polnische Kinder)

  • Qualifizierung der Fachkräfte (Lehrer, Erzieher)

  • Stärkung der Zusammenarbeit mit den Eltern

  • Entwicklung von Lernmaterialien (auch eine Lernplattform, E-Book)

  • Durchführung von deutsch-polnischen Kinderbegegnungen

  • Öffentlichkeitswirksame Bildungsmarketingkampagne

Presse

Begegnungen

"Kultur und Natur" auf Schloss Bröllin

Am 21.11.2022 fand in der Begegnungsstätte Schloss Bröllin die zweite Kinderbegegnung im Rahmen des Projekts "Polnisch liegt nahe - Nachbarspracherwerb" mit dem Thema „Kultur und Natur“. Insgesamt nahmen 80 Kinder aus den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Uckermark sowie 100 Stettiner Kinder teil. Die Kitas „Dorfspatzen“ Hohengüstow und „Sonnenschein“ Brüssow des Landkreises Uckermark waren dabei.

Es wurden mehrere Workshops angeboten, wie Zaubern, Puppentheater, Angebote zu "Natur mit allen Sinnen erleben". Ob Schnitzeljagd auf dem Schlossgelände, Zubereiten von Butter und Milch, Wildkräutersammlung oder Puppentheater. Alle Angebote bieten Raum für Interaktion ohne Sprachbarrieren und für nonverbale Kommunikation aber natürlich auch für das Sprachtraining.

Der Landkreis Uckermark führt seit dem 01.03.2017 zusammen mit Projektpartnern das Bildungsprojekt zur Förderung des frühen Erlernens der Nachbarsprachen Polnisch und Deutsch in der gemeinsamen Grenzregion durch.

Liederfestival in Przesocin

Am 20. Juni 2022 fand im Rahmen des Nachbarsprachprojektes eine Kinderbegegnung mit einem Liederfestival in Przesocin, in der Nähe von Stettin, statt. Die Veranstaltung besuchten rund 450 deutsche und polnische Kinder, der am Projekt teilnehmenden Kitas und Grundschulen der Grenzregion.

Obwohl das Wetter nicht mitgespielt hat, haben die Kinder bei den Lieder-Vorführungen viel Spaß gehabt, der Aufenthalt wurde bereichert durch eine Kutschfahrt, Reiten, den Besuch eines Zoos, Spiele und Kunstworkshop.

Organisiert wurde die Kinderbegegnung durch die Stadt Szczecin, folgende Kitas des Landkreises Uckermark waren dabei:

  • Kita Zwergenland in Schmölln
  • Kita Dorfspatzen in Hohengüstow
  • Kita Sonnenschein Brüssow
  • Kita Gänseblümchen Göritz
  • Kita Krümelburg Baumgarten
  • Kita Kastanienstübchen Carmzow

Der Landkreis Uckermark führt seit dem 01.03.2017 zusammen mit Projektpartnern das Bildungsprojekt zur Förderung des frühen Erlernens der Nachbarsprachen Polnisch und Deutsch in der gemeinsamen Grenzregion durch.

Ausgangspunkt für die Projektumsetzung sind die bisher hohen Sprachbarrieren in der Grenzregion. Um die Chancen der gesamten Grenzregion zu nutzen, müssen nachbarsprachliche und interkulturelle Kompetenzen bereits im Kindesalter entwickelt werden. Dazu gehören das Deutsche und Polnische als Fremdsprache sowie das Polnische als Herkunftssprache für die zugezogenen Polen. Diese Kompetenzen bilden die Grundlage des gemeinsamen Verständnisses und der Verständigung zwischen Menschen und Institutionen im Grenzgebiet und sind für die Integration unabdingbar.

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Gefördert durch:
Das Kooperationsprogramm Interreg VA Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert