Kooperation soll Versorgung sichern und Ausbildung in der Region stärken
Die Universitätsmedizin Greifswald und das Medizinisch Soziale Zentrum Uckermark haben eine Absichtserklärung für eine enge Zusammenarbeit unterzeichnet. Damit reagieren beide Partner auf steigende Anforderungen an die medizinische Versorgung und den wachsenden Bedarf an ärztlichem Nachwuchs in ländlichen Regionen.
“Damit kommen wir unserem Ziel, die medizinische Versorgung in der Uckermark nachhaltig zu stärken und zugleich die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in der Region auszubauen, ein großes Stück näher”, so Uckermark-Landrätin Karina Dörk.
Die Universitätsmedizin Greifswald steht als Maximalversorger für eine moderne und wissenschaftlich fundierte Medizin sowie für die Ausbildung zukünftiger Mediziner. Das Medizinisch Soziale Zentrum Uckermark sichert mit seinen Standorten in Prenzlau und Angermünde die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung.
Vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen und steigender Anforderungen an die medizinische Qualität wollen beide Partner ihre Kompetenzen künftig stärker bündeln. Die Kooperation ist langfristig angelegt und umfasst sowohl die Patientenversorgung als auch die medizinische Lehre.
„Unser gemeinsames Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region langfristig auf einem hohen Niveau zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln“, erklärt Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp von der Universitätsmedizin Greifswald. „Ein zentraler Baustein dabei ist es, junge Ärztinnen und Ärzte frühzeitig für die Tätigkeit im ländlichen Raum zu begeistern. Umso mehr hat es uns gefreut, dass sich das erste Gespräch am 24. März in Greifswald genau diesen Themen gewidmet hat – und nicht der Diskussion von Leistungsgruppen. Das hat uns zusätzlich bestärkt, eine Kooperation mit dem MSZ Uckermark einzugehen.“
Auch aus Sicht des MSZ Uckermark ist die Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Region. „Wir stärken mit dieser Kooperation gezielt unsere Standorte und schaffen neue Perspektiven für die medizinische Versorgung in der Uckermark“, sagt Geschäftsführer Mike Förster. „Gleichzeitig erhöhen wir die Attraktivität für Fachkräfte.“
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der akademischen Entwicklung der Standorte. Perspektivisch ist vorgesehen, die Krankenhäuser in Prenzlau und Angermünde als akademische Lehrkrankenhäuser der Universitätsmedizin Greifswald zu etablieren.
„Die Einbindung in die studentische Ausbildung spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, langfristig Nachwuchs für unsere Region zu gewinnen“, sagt Dr. Ruth Mähl, Ärztliche Direktorin des Kreiskrankenhauses Prenzlau. „Wir bieten jungen Medizinerinnen und Medizinern hier ein vielfältiges und praxisnahes Spektrum.“ Geplant sind gemeinsame Strukturen in Diagnostik und Therapie, Fort- und Weiterbildungsangebote, die Integration in die studentische Lehre sowie der Ausbau digitaler Anwendungen wie Telemedizin. Auch gemeinsame wissenschaftliche Projekte sind vorgesehen.
“Die Kooperation mit der Universitätsmedizin Greifswald eröffnet auch dem Krankenhaus Angermünde neue Perspektiven und Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Rahmen einer spezialisierten medizinischen Versorgung der Patienten in der Uckermark. Die Ausbildung junger Ärztinnen und Ärzte wird auch die zukünftige haus- und fachärztliche Versorgung der Patienten in unserem Landkreis sichern”, so Dr. Christoph Arntzen, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Angermünde.
Die Absichtserklärung ist rechtlich unverbindlich und bildet die Grundlage für weitere Gespräche.
Quelle: Landkreis Uckermark