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Trichinen (auch: Trichinellen, Trichinellose)

Am 09.08.2010 wurde bei der Routineuntersuchung von Wildschweinproben ein mit Trichinen infiziertes Tier gefunden. Die Belastung war mit 64,2 Larven pro Gramm sehr hoch. Sollte sich ein Mensch durch die Aufnahme von infiziertem Fleisch (z. B. Rohwurst, Mett, Hack) einer solchen Infektion aussetzen, passiert Folgendes:

    • Einwandern der Larven in den Darm
    • Geschlechtsreife der Weibchen und Absatz neuer Larven - bis zu 1500 je Weibchen - bereits 5 Tage nach der Infektion beginnend
    • Eindringen der Larve I über Darmlymphgefäße in das arterielle Blutgefäßsystem
    • Befall der quergestreiften Muskulatur und Ansiedlung nahe der Sehnenübergänge bereits nach 14 Tagen
    • Schwund von Muskelfasern; Verkalkung der gebildeten Kapsel der eingerollten Trichinelle; die Infektiosität bleibt in diesem Stadium bis zu 40 Jahre erhalten.
  • Trichinen

    Die hier eingestellte Filmsequenz ist als Anschauungsmaterial für Tierärzte, Fleischuntersucher, Jäger und andere Interessenten gedacht. Zu sehen ist eine Ansammlung von Trichinellen nach Digestionsmethode sowie ein Quetschpräparat.

Die klinischen Beschwerden beim Menschen sind vielfältig und abhängig von der Menge der aufgenommenen Parasiten. Unter anderem können folgende Beschwerden auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Muskelschmerzen, Muskelschwund, Atembeschwerden, Ödembildung. Auch Todesfälle sind beschrieben.


Die Bekämpfung ist auf die Verhinderung der Infektion des Menschen durch Untersuchung aller potentiellen Trichinenträger ausgerichtet, die als Lebensmittel in Frage kommen.