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Sonder Call Covid 19

Unter dem Motto „Bekämpfung der COVID-19-Pandemie und ihrer Folgen in der Euroregion Pomerania“ wurde am 07.05.2020 ein Sonder-Call im Rahmen des Fonds für kleine Projekte gestartet.

Fonds für kleine Projekte

Der Fonds für kleine Projekte ist ein Instrument zur Förderung der täglichen deutsch-polnischen Kontakte im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A. Die COVID-19-Pandemie führt jedoch dazu, dass die Aufrechterhaltung der Kontakte in der bisherigen Form unmöglich ist. Darüber hinaus wirkt sich die Grenzschließung besonderes spürbar aus sozialer und wirtschaftlicher Sicht auf die Grenzregion aus und diese Wirkung wird selbst nach der Grenzöffnung noch lange anhalten.


Die Ziele des Sonder-Calls:

  • Überwindung der Folgen der Pandemie durch Entwicklung grenzüberschreitender und innovativer Lösungen zur Aufrechterhaltung und Entwicklung der sozialen und kulturellen Zusammenarbeit,
  • Erarbeitung von grenzüberschreitenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (z.B. Zusammenarbeit medizinischer Einrichtungen, Informationskampagnen, Präventionsmaßnahmen),
  • Modellvorhaben im Rahmen der Online-Bildung.

Projekte

In enger Partnerschaft mit dem polnischen Landkreis Wałcz hat der Landkreis Uckermark folgende Projekte entwickelt.

Best Practice

Projekt-Nr.: FKP-0302-20-C

Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von grenzüberschreitenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen. Im Rahmen des Projektes soll die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen gestärkt und neue Möglichkeiten zur Ausweitung der Zusammenarbeit auf weitere Themenfelder gefunden werden.

Der Informationenaustausch zwischen den Partnern soll mittels Videokonferenzen ermöglicht werden. Dabei geht es um Berichte

  • über den aktuellen Stand und den bisherigen Verlauf der Corona-Pandemie im Landkreis Wałcz und im Landkreis Uckermark sowie
  • über getroffene vorbeugende und abwehrende Maßnahmen sowie
  • über weitere Möglichkeiten des Informationsaustausches und gemeinsamer Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus sowie
  • über weitere Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Verwaltungen sowie der sozialen und kulturellen Einrichtungen.

Da mit einer 2. Welle der aktuellen Corona-Pandemie oder mit einer zukünftigen Erkrankungswelle mit einem veränderten Corona-Virus gerechnet werden muss, ist im Rahmen des Projektes auch die Beschaffung von verschiedenen Mitteln zur Pandemiebekämpfung vorgesehen:

  • „Desinfektionsstationen“,
  • „behelfsmäßige Behandlungs- und Betreuungsstationen“,
  • Videokonferenzsystem zur Zuschaltung von Fachberatern im Krisenstab.

Das Projekt hat einen Finanzumfang von rund 50.000 Euro und wird zu 85 Prozent (42.493,31 Euro) über das Kooperationsprogramm Interreg VA gefördert (siehe unten).

Kommunikation – Integration – Kooperation

Projekt-Nr.: FKP-0294-20-C

Im Projekt arbeiten die Kreisvolkshochschule (KVHS) Uckermark, das Bildungsamt des Landkreises und die Stadtgemeinde Wałcz zusammen. Ziele sind, sich gegenseitig über die verschiedenen Bildungsstrukturen und Bildungsangebote zu informieren und ein Konzept über weitere Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu erarbeiten.

So existiert in Polen zum Beispiel das Modell einer Volkshochschule nicht. Im Rahmen des Projektes könnte deshalb Unterstützung gegeben werden, ähnliche Angebote für polnische Bürger zu etablieren.

Zur zukünftig verstärkten Durchführung von Videokonferenzen, Online-Meetings und Online-Kursen ist zudem die Anschaffung von moderner Technik für die Bildungseinrichtungen geplant.

Das Projekt hat einen Finanzumfang von rund 50.000,00 Euro und wird zu 85 Prozent (41.594,52 Euro) über das Kooperationsprogramm Interreg VA gefördert..

Brieffreundschaft – Schlüssel zur Kommunikation in Zeiten der Pandemie

Projekt-Nr.: FKP-0362-21-C

Die Partnereinrichtungen: Willy-Gabbert-Schule Templin und Förderschule Bobrowo (Kreis Drawski) entschieden sich für einen virtuellen Austausch zwischen den Schülern in Form der Brieffreundschaft. Die Teilnehmer haben Postkarten gebastelt oder Briefe über sich selbst geschrieben und per Post an die polnische Schule versendet. Die polnischen Schüler haben auch Postkarten gemalt und nach Templin geschickt.

In den Partnerschulen wurden Brieffreundschaften unter pädagogischen Aspekten initiiert. Neben dem Erlernen des Umgangs mit einer fremden Sprache steht die Horizonterweiterung durch das Kennenlernen von Sitten und Kulturen der Nachbarländer im Fokus.

Die aktuelle Coronakrise hat offenbart, welche massiven Defizite unsere Schulen im Bereich E-Learning aufweisen. Es fehlt in vielen Schulen an der technischen Ausstattung. Viele Schulen verfügen nur über eine digitale Grundausstattung. Beamer, Notebook und stationärer PC sind Standard, jedoch meist nur als Einzelgeräte oder in speziellen Fachräumen verfügbar.

Um den Austausch von Briefen, Emails und Informationen zwischen den Partnerschulen unter Einsatz moderner Technologien zu gewährleisten und um moderne Lösungen für die Erhaltung der Zusammenarbeit zu entwickeln und im Rahmen des Projektes umzusetzen, war die Anschaffung von moderner Technik notwendig.

Ziel des Projektes war es auch, eine langfristige Kooperation in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu etablieren. Dazu wurden in Onlineworkshops auch weitere Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen, besprochen.

Im Rahmen des Projektes wurden zwei Videokonferenzen/Online-Workshops durchgeführt:

am 10.09.2021, wo die Schüler sich gegenseitig vorstellten und die gebastelten Postkarten, Briefe präsentierten und am 01.10.2021 unter dem Motto „Unsere Heimat“, wo die Schüler die länderspezifischen Themen, Merkmale, Gerichte oder Marken anhand der Basteleien präsentiert haben.

Das Vorhaben hat einen Gesamtumfang von 31.614,50€. Der Förderanteil beträgt 85 % (Sonder-Call Covid 19, Projekt Interreg V A).

Stärkung der Aktivitäten der Krisenmanagementdienste sowie der Pflege- und medizinischen Zentren

Projekt-Nr.: FKP-0351-21-C

Ziel des (Folge-)Projektes ist es, die gute Partnerschaft der Krisenmanagementdienste der Landkreise Uckermark und Wałcz im Bereich des grenzüberschreitenden Wissensaustausches und der materiellen Ausstattung weiter auszubauen und zu verfestigen.

Da aufgrund der Ansteckungsgefahr die zwischenmenschlichen Kontakte weitestgehend eingeschränkt wurden, müssen auch neue Wege der grenzüberschreitenden Partnerschaft gegangen werden.

Deshalb wollen sich die Projektpartner im Rahmen von Online-Workshops gegenseitig fortbilden und untereinander Erfahrungen austauschen, vor allem über:

  • den aktuellen Stand der Corona-Pandemie sowie zu bewährten Praktiken und neuen Ideen in deren Bekämpfung,
  • die jeweiligen Strukturen der Sanitätsdienste des Katastrophenschutzes zur Betreuung, Versorgung und Unterbringung im Krisenfall, sowie
  • Maßnahmen zur Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzten und Erkrankten (MANV-E) einschließlich Austausch zu solchen Einsatzberichten während der Corona-Pandemie.

Zur verbesserten Pandemiebekämpfung ist im Rahmen des Projektes auch die Beschaffung von verschiedenen Mitteln vorgesehen:

  • Informations- und Kommunikationstechnik für drei Führungs-, Lage- und Schulungsräume sowie für die Krisenstäbe zur Teilnahme an Videokonferenzen und Online-Schulungen,
  • Ausstattung zur Stärkung der behelfsmäßigen Behandlungs- und Betreuungskapazitäten,
  • Desinfektionsausstattung für größere Oberflächen und Materialien.

Das Projekt hat einen Finanzumfang von rund 50.000,00 Euro und wird zu 85 Prozent (42.440,34 Euro) über das Kooperationsprogramm Interreg VA gefördert.

Videokonferenz zum grenzüberschreitenden Katastrophenschutz


Diese Projekte werden durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt (Fonds für kleine Projekte im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VA Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen in der Euroregion Pomerania).

Weitere Informationen zur Förderung erhalten Sie unter www.pomerania.net und www.interreg5a.info.

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