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Kommunale Gefahrenabwehr

Brand- und Katastrophenschutz, Rettungswesen, Wasserrettung, Ordnung und Sicherheit

Bereits heute bestehen in weiten Teilen der stark ländlich geprägten Uckermark große Schwierigkeiten bei der Absicherung des flächendeckenden Brandschutzes. Die schrumpfende und alternde Bevölkerung zieht auch in den Freiwilligen Feuerwehren nicht spurlos vorbei. Zwischen 2000 und 2010 ist die Zahl aktiver Mitglieder kontinuierlich von 3249 auf 2839 geschrumpft. Können hauptamtliche Kräfte zur Unterstützung des Ehrenamtes heran gezogen werden?

Auch die anderen vom Ehrenamt getragenen Bereiche des Katastrophenschutzes und der Wasserrettung sind grundlegend von diesen Effekten betroffen und geraten zunehmend unter Druck.

Anpassungsbedarfe gibt es auch im Rettungswesen: Aufgrund der veränderten Altersstruktur wird sich die Zahl und Art der Einsätze verändern. Bereits jetzt zeigt sich, dass Rettungsdienste gerufen werden, weil keine adäquate Hausärzteversorgung vorhanden ist (hier besteht laut der Kassenärztlichen Vereinigung bereits eine Unterversorgungsquote).

Mit der Polizeistrukturreform 2020 hat das Land Brandenburg auf die Alterung und Schrumpfung der Bevölkerung, die damit verbundene Veränderung des Einsatzgeschehens und den perspektivisch weiter sinkenden Finanzmitteln reagiert. Damit einher gehen u.a. Stellenabbau, Schließung von Standorten und ein Rückzug aus der Fläche. So soll die Zahl der Polizisten in der Uckermark bis 2020 z.B. um 31 Prozent sinken (von 312 auf 215).