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Datum: 13.02.2024

Freie Fahrt für künftigen Radweg zwischen Prenzlau und Templin

Die Anfang der Woche erfolgte Unterschriftensetzung unter die Vereinbarung über die "Planung und den Bau eines interkommunalen Radweges auf der ,Alten Bahntrasse' zwischen Prenzlau und Templin" – wie das Dokument betitelt ist – markiert einen wichtigen Meilenstein im Rahmen des Projektes.

"Die Voraussetzungen sind geschaffen - jetzt kann es losgehen!", sagt Prenzlaus Bürgermeister Hendrik Sommer. "Ein solches Vorhaben muss von der Idee bis zur vertraglichen Festschreibung verschiedenste Runden durchlaufen. Es muss geplant, berechnet, kommuniziert werden. Neben den Vertragspartnern sind die Finanzmittelgeber und umsetzenden Akteure einzubeziehen."

Durch die Maßnahme, so Christin Walther, Leiterin des Amtes für Hoch- und Tiefbau der Stadt Prenzlau, "wird die Verkehrssicherheit grundlegend erhöht, da der Radverkehr nicht mehr über die Bundesstraße B 109 abgewickelt wird. Auch der Klimaschutz spielt eine wichtige Rolle, da die Voraussetzungen für eine CO2-Reduzierung geschaffen werden. Damit erfüllen wir Auflagen aus dem Bundesklimaschutzgesetz, denn künftig wird zwischen Prenzlau und Templin vermehrt Rad gefahren. Kurz gesagt: Ist der Radweg fertig, ist dies ein Angebot, den Schul- und Alltagsverkehr an Werktagen klimafreundlich zu fördern und ein verbessertes Angebot für den Sport- und Freizeitverkehr an den Wochenenden zu schaffen. Zudem erfolgt eine Anbindung an weiterführende Radwege." Worauf Walther außerdem verweist, ist eine "nachhaltige Bauweise, denn auf einer vorhandenen stillgelegten Bahntrasse wird der vorhandene Gleisschotter wiederverwendet und es erfolgt der Einbau von Niedrigtemperaturasphalt."

Uwe Schüler, Staatssekretär des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, zu dem Projekt: "Unser Ziel ist es, den Radverkehr in unserem Land nachhaltig zu stärken. Dafür haben wir im vergangenen Jahr die Radverkehrsstrategie verabschiedet. Denn Radfahren ist nicht nur gesund, sondern auch klimafreundlich und trägt so zur Mobilitätswende bei. Deshalb unterstützen wir die Kommunen beim Bau von Radwegen. Ich begrüße die Initiative der fünf Partner für einen interkommunalen Radweg auf der ,Alten Bahntrasse' zwischen Prenzlau und Templin. Dieses Vorhaben ist wegweisend. Es zeigt, wie es gelingen kann, durch die Vernetzung verschiedener Akteure die Potentiale für den Ausbau von Radwegen im Land Brandenburg zu nutzen. Der Bau des interkommunalen Radweges auf einem Teil der entwidmeten Bahnstrecke Löwenberg - Prenzlau verbindet die Orte entlang der B 109 direkt mit den Mittelzentren Prenzlau und Templin. Sowohl für den Alltagsverkehr als auch für den touristischen Verkehr wird eine attraktive und sichere Radwegeverbindung geschaffen."

Die Bedeutung aus Sicht des Landesbetriebs unterstreicht dessen Vorstandsvorsitzende Dr. Ina Bartmann: "Der Landesbetrieb wird dieses vorbildliche Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit im Auftrag des Bundes gerne unterstützen und wird sich in erheblichem Umfang an den Planungs- und Baukosten beteiligen. Der neue Radweg ist eine deutliche Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in der Region."

Der 33 Kilometer lange Radweg ist eins der größten Radprojekte des Brandenburgischen Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung. Die Höhe der Kosten für das Vorhaben können genannt werden, wenn das Vergabeverfahren beendet ist.

Zum weiteren Projektverlauf: 2024 erfolgt die Ausschreibung der Planungsleistung im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb - EU-Vergabe. 2024/2025 folgt die Planung, 2026 bis 2028 ist für den Bau vorgesehen.

Unterschrieben wurde die Vereinbarung durch Hendrik Sommer, Bürgermeister der Stadt Prenzlau, Detlef Tabbert, Bürgermeister der Stadt Templin, Frank Zimmermann, Bürgermeister Gemeinde Boitzenburger Land, Roland Klatt, Bürgermeister Gemeinde Nordwestuckermark, Andreas Rutter, Amtsdirektor Amt Gerswalde.

Weiterhin nahmen die stellvertretenden Bürgermeister teil und der Staatssekretär des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, Uwe Schüler, der im Rahmen der Veranstaltung den Entwurf zur Finanzierungsvereinbarung des Projekts übergab, sowie die Vorstandsvorsitzende vom Landesbetrieb Straßenwesen, Dr. Ina Bartmann, und Landrätin Karina Dörk.

Quelle: Stadtverwaltung Prenzlau