Seiteninhalt

Trichinellen nachgewiesen

Bei einem erlegten Wildschwein in der Region Wilsickow wurden am 16.12.2021 in der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung Trichinellen nachgewiesen. In der anschließenden Feindiagnostik des Bundesinstituts für Risikobewertung in Berlin konnten 3,40 Larven pro Gramm Untersuchungsmaterial ermittelt werden. Das komplette Stück Schwarzwild wurde als „genussuntauglich“ (nicht verzehrfähig) beurteilt und der unschädlichen Beseitigung zugeführt.

Der letzte Trichinenfund im Landkreises Uckermark liegt erst fünf Monate zurück. Das damals betroffene Stück Schwarzwild wurde in der gleichen Region erlegt.
In den vergangenen Jahren wurden vermehrt Trichinen bei Wildschweinen jeder Altersklasse und Größe im Landkreis Uckermark nachgewiesen.
Die Infektion erfolgt grundsätzlich durch den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch (z. B. Rohwürste, Schinken, etc.), das Trichinella-Larven enthält.
Angesichts des Trichinellennachweises ist der Verbraucher von Wildschweinfleisch gut beraten, sich nach der Trichinellenfreiheit beim Abgebenden zu erkundigen.

In diesem Zusammenhang weist der Amtstierarzt zum wiederholten Male darauf hin, dass von jedem zur Strecke gebrachten Wildschwein Proben der Untersuchung zuzuführen sind.
Die vorgeschriebenen Entnahmestellen sind A) Zwerchfellpfeiler und B) Unterarmmuskulatur. Die Probenmenge muss so ausreichend und untersuchungswürdig (also sauber, frisch und nicht gefroren) sein, dass problemlos noch Folgeuntersuchungen möglich sind.
Die telefonische Erreichbarkeit des Jagdausübungsberechtigten ist zwingend bis zum Abschluss der Untersuchungen zu gewährleisten.

gez. Dr. Achim Wendlandt
Amtstierarzt