Seiteninhalt

Sagen und Geschichten aus Stolpe

Wie der Grützpott zu seinem Namen kam

Vor vielen, vielen Jahren lebte auf der Stolper Burg ein Ritter. Als dieser eines Tages beim Überfall auf einen Kaufmann den Tod fand, flohen seine Gefolgsleute geschwind in die Burg oberhalb der Oder. Nachdem die Bauern der Umgebung vom Ableben des Ritters erfahren hatten, machten sie sich auf, die Festung zu stürmen. Die verbarrikadierten Verteidiger der Burg wehrten sich mit allen Mitteln, warfen Steine und schütteten Pech vom Turm herab. Schließlich, als nur noch der zum Essen vorbereitete heiße Grützbrei übrig blieb, versuchten sie auch damit die anstürmenden Bauern zu vertreiben. Doch vergeblich, die Bauern nahmen den von ihnen nun "Grützpott" genannten Turm ein. Von den Burgmauern blieb nichts übrig, nur der dicke Turm blieb stehen und behielt fortan seinen markanten Namen.

Quelle: Brandenburg, Band 1 der Norden, Die Uckermark, ADAC Berlin-Brandenburg