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07.05.2020

Bund und Land initiieren und beschließen Lockerungen - Landrätin zeigt sich erleichtert

Über die gestern von Bund und Land initiierten und gefassten Beschlüsse, einen
großen Schritt zurück in die Normalität zu wagen, bin ich sehr erleichtert. Seit Mitte
März war das öffentliche Leben auf ein Mindestmaß zurückgefahren: Kitas und
Schulen geschlossen, alle kulturellen, sportlichen und sozialen Aktivitäten verboten,
die meisten Geschäfte und Gaststätten geschlossen, fast alle Dienstleistungen
untersagt. Hart betroffen ist auch der Tourismus, der zum Erliegen gekommen ist.

Wir können jetzt Schritt für Schritt in den Alltag zurückkehren, aber in einen
veränderten Alltag. Ich halte den eingeschlagenen Weg schrittweiser Erleichterungen
für richtig und unterstütze insbesondere, dass dabei sorgfältig abgewogen wird, in
welchen Bereichen diese Schritte gegangen werden können. Noch sind einige
Detailfragen offen. Entscheidend dafür wird die Rechtsverordnung des Landes sein,
die zum Wochenende erlassen werden soll.

Die Menschen haben bewiesen, dass sie verantwortungsvoll mit dem Sachverhalt
umgehen können. Darauf vertraue ich auch in Zukunft. Denn von einem Ende der
Corona-Krise kann noch lange nicht die Rede sein.

In der Uckermark sind wir in einer vergleichsweise guten Lage. Mit Stand heute
(07.05.2020) wurde bei insgesamt 36 Personen eine Covid-19-Erkrankung festgestellt.
Das entspricht über den gesamten Zeitraum seit Beginn der Pandemie einem Index
von 30 Infektionen je 100.000 Einwohner. Das ist die niedrigste Zahl im ganzen Land
Brandenburg.

Ebenfalls mit Stand heute wurde seit genau 7 Tagen keine Neuinfektion festgestellt.
Diesen Stand haben wir uns alle gemeinsam erarbeitet: Einerseits dadurch, dass das
Gesundheitsamt von Anfang an jedem Verdachtsfall akribisch und entschlossen
nachgegangen ist und das Infektionsgeschehen andererseits durch das vorbildliche
Verhalten der Bürgerinnen und Bürger eingedämmt werden konnte.

Wir müssen jetzt allerdings aufpassen, dass wir nicht unvorsichtig werden. Ich vertraue
darauf, dass alle die Lockerungen als Chance verstehen, die wir mit Bedacht und unter
strikter Einhaltung aller weiterhin bestehenden Einschränkungen nutzen müssen. Erst
einmal bis zum 5. Juni gelten die Kontakteinschränkungen weiter, wenn auch bald
Treffen mit Personen aus zwei Haushalten möglich sein werden. Und ganz wichtig: die
Abstands- und Hygieneregeln sowie die Pflicht, im Nahverkehr und in Geschäften
Schutzmasken zu tragen, gelten unverändert. Diese Regeln müssen zwingend
akzeptiert und befolgt werden, um mitzuhelfen, eine erneute Ausbreitung des Virus zu
verhindern.

Denn wenn die Anzahl der Neuinfektionen wieder steigt, kommt es auch wieder zu
Beschränkungen, die bis hin zu Ausgangssperren oder dem Betretungsverbot
einzelner Ortschaften gehen können. Konkret soll dies bei kumulativ 50 Neuinfektionen
je 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage sein. Das möchte ich mir
überhaupt nicht vorstellen und das will sicher auch niemand.

Deshalb bitte ich Sie, achten Sie auch in Zukunft gut auf sich, Ihre Familien, Nachbarn
und Freunde. Und bleiben oder werden Sie gesund.