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09.09.2020

Feststellung des Unterbleibens einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) Vorhaben: Kiessandgewinnung Buchholz Süd

Bekanntgabe des Landeskreises Uckermark

- Untere Bauaufsichtsbehörde -

Die Kieswerk Buchholz GmbH, Buchholz 27, 17268 Gerswalde hat für die Abgrabung von Kies und Kiessanden im Feld Buchholz Süd, auf den Grundstücken Gemarkung Buchholz, Flur 1, Flurstücke 6, 35, 37, 39 und 41 die nach § 59 Brandenburgische Bauordnung (BbgBO) erforderliche Baugenehmigung beantragt.

Beantragt ist die Gewinnung von Kiessanden im Trockenschnitt (oberhalb des Grundwassers) mit einer reinen Abgrabungsfläche von 8,5 ha. Der Gesamtumfang beträgt ca. 10 ha, davon entfallen ca. 9,6 ha auf landwirtschaftliche Nutzfläche, ca. 0,3 ha auf Brachflächen und ca. 0,1 ha auf Wegeflächen. Vorgesehen ist der Abbau in 3 Bauabschnitten mit 3 Gewinnungsebenen.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ist auf der Grundlage des § 1 Brandenburgischen Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (BbgUVPG) in Verbindung mit § 7 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) festzustellen, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist oder nicht.

Bei dem vorliegenden Antrag handelt es sich um ein Bauvorhaben, für das nach Nr. 21.3 b der Anlage 1 zum Brandenburgisches Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung - BbgUVPG eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls zur Feststellung der UVP-Pflicht durchzuführen ist.

Die Prüfung erfolgte nach Beginn des Genehmigungsverfahrens auf der Grundlage der vom Vorhabenträger vorgelegten Unterlagen sowie eigener Informationen.

Im Ergebnis dieser Vorprüfung wurde festgestellt, dass für das beantragte Vorhaben keine UVP-Pflicht besteht.

Es kann davon ausgegangen werden, dass durch das Vorhaben erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen nicht hervorgerufen werden. Die Gewinnung von Kiessanden führt zu keiner erhöhten Belastung der natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser, Tiere und Pflanzen und zu keiner Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit. Die Vorhabengrenze liegt mindestens 800 m von der Westgrenze des FFH Gebietes. Die vorhabenbedingten Staubemissionen sind begrenzt und wirken sich nicht nachhaltig negativ auf die Luftqualität aus.

Im Rahmen der Rekultivierung entstehen im Vorhabenbereich ausnahmslos ökologisch wertvolle Flächen, die der natürlichen Sukzession überlassen werden. Bereits während des laufenden Grubenbetriebs tragen temporäre Biotope zum Ausgleich der vorhabenbedingten Eingriffswirkungen bei. Der Eingriff erfolgt außerhalb von Schutzgebieten auf Ackerland sowie Brach- bzw. Wegeflächen.

Die Untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Uckermark gibt hiermit das Ergebnis der allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls zur Feststellung der Umweltverträglichkeit gemäß § 5 Abs. 2 UVPG bekannt.

Diese Feststellung ist nicht selbstständig anfechtbar.

 

Prenzlau, den 09.09.2020                                                     

Karina Dörk
Landrätin