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19.04.2021

Ergänzung der Bekanntgabe des Landkreises Uckermark vom 16.04.2021

Anordnung von Schutzmaßnahmen infolge der Überschreitung des Inzidenzwertes von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner

Das Land Brandenburg hat mit Wirkung vom 19.04.2021 die Sars-CoV-2-Eindämmungsverordnung verschärft.

Damit haben Landkreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen weitere Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Landrätin des Landkreises Uckermark hatte am 16.04.2021 die Überschreitung des Grenzwertes von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner öffentlich bekanntgegeben.

Zusätzlich zu den bereits verfügten Schutzmaßnahmen gelten ab dem 20.04.2021 im Landkreis Uckermark folgende weitere Schutzmaßnahmen:

  1. Nächtliche Ausgangssperre

In der Zeit von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur bei Vorliegen eines triftigen Grundes gestattet. Triftige Gründe in diesem Sinne sind insbesondere:

a) der Besuch von Ehe-und Lebenspartnerinnen und -partnern sowie von Lebensgefährtinnen und Lebensgefährten,

b) die Wahrnehmung des Sorge- oder eines gesetzlichen oder gerichtlich angeordneten Umgangsrechts,

c) die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen,

d) die Begleitung und Betreuung Sterbender oder von Personen in akut lebensbedrohlichen Zuständen,

e) die Inanspruchnahme medizinischer, pflegerischer und therapeutischer Leistungen,

f) die Inanspruchnahme veterinärmedizinischer Leistungen und die Versorgung und Pflege von Tieren,

g) die Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben und Eigentum,

h) das Aufsuchen der Arbeitsstätte und die Ausübung beruflicher, dienstlicher oder der Erfüllung öffentlich-rechtlicher Aufgaben dienender ehrenamtlicher Tätigkeiten,

i) die Teilnahme an Versammlungen im Sinne des Versammlungsgesetzes, religiösen Veranstaltungen, nicht-religiösen Hochzeiten und Bestattungen,

j) die Teilnahme an nach dieser Verordnung nicht untersagten Veranstaltungen, mit Ausnahme privater Feiern und sonstiger Zusammenkünfte nach § 7 Absatz 5,

k) die Durchführung von Maßnahmen der Tierseuchenbekämpfung und zur Jagdausübung durch jagdberechtigte und beauftragte Personen

  1. Versammlungen unter freiem Himmel sind ausschließlich ortsfest und mit höchstens 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

Die Veranstalterinnen und Veranstalter auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts durch geeignete organisatorische Maßnahmen Folgendes sicherstellen:

-       die Einhaltung des Abstandsgebots zwischen allen Teilnehmenden, einschließlich Versammlungsleitung sowie Ordnerinnen und Ordner,

-       die Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts aller Teilnehmenden,

-       das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske durch alle Teilnehmenden, einschließlich Versammlungsleitung sowie Ordnerinnen und Ordner.

Eine Unterschreitung des Inzidenz-Wertes innerhalb eines Gesamtzeitraums von drei Tagen ist unbeachtlich.

Prenzlau, den 19.04.2021

gez. Karina Dörk

Landrätin