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Newsletter 03/2026

Kindertag – 01.06.2026

„Kinder ernst nehmen, beginnt oft mit Zuhören.“

Die UN-Kinderrechtskonvention öffnet eine große und thematisch schwere Rubrik. Kurz gebündelt gesagt haben Kinder Recht auf Schutz, Spiel, Beteiligung und Bildung. Alle Fachkräfte des Netzwerkes Frühe Hilfen und angrenzender Netzwerke gehen ganz bewusst mit den Rechten der Kinder um. Doch wo fangen diese an und wo hören sie auf?

Müssen wir uns erst in einer besonderen Lage befinden, um uns auf die Kinderrechte zu berufen oder passiert dies im Alltag schon ganz von selbst? Geben wir gemeinsam Kindern unser Ohr und unsere Aufmerksamkeit, so schenken wir ihnen etwas Wichtiges, denn wir nehmen sie ernst. Schon in den kleinen Dingen des Alltags sind Kinderrechte und Beteiligung zu finden und das ist gut so.

Machen wir gemeinsam den Familien und werdenden Eltern Mut, denn niemand ist allein. Für alle Themen steht ein ganzes Netzwerk an Unterstützern zur Verfügung.

Wie wir Erwachsenen den Kindern ein Ohr schenken sollen und wollen, so sollte es auch selbstverständlich sein, sich gegenseitig in der Gesellschaft ein Ohr zu schenken.

Das Wimmelbild der Frühen Hilfen zeigt, welche Bereiche alle zusammengehören und für Familien und werdende Eltern da sind. Schenken wir ihnen gemeinsam unser Ohr.

Wimmelbild Frühe Hilfen | NZFH Frühe Hilfen


Kinderschutzambulanz – Blick unserer Kinderschutzkoordinatorin Alke Stock

Der Landkreis Uckermark setzte, gemeinsam mit dem Landkreis Barnim, ein klares Zeichen für einen wirksamen und strukturell verankerten Kinder- und Jugendschutz mit der Beteiligung an der interkommunalen Kinderschutzambulanz am GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde.

Durch die Kooperation mit der Kinderklinik des GLG Werner Forßmann Klinikums und der Kinder- und Jugendpsychiatrie der GLG Martin Gropius Krankenhauses GmbH kann eine direkte Zusammenarbeit Hand in Hand erfolgen, um Kinder und Jugendliche, bestmögliche Unterstützung zu bieten. Eine geschützte, standardisierte und gerichtsfeste Diagnostik ist das große Ziel, um weitere Belastungen so niedrig wie möglich zu gestalten.

Unsere Kinderschutzkoordinatorin Frau Alke Stock nahm an der Eröffnung der Kinderschutzambulanz teil, dies ist der beste Grund, um ihren Blick auch für uns alle zu erfragen.

Frau Stock, welchen Mehrwert sehen Sie in der Eröffnung einer Kinderschutzambulanz für den Landkreis Uckermark?

„In Eberswalde eine Kinderschutzambulanz zu haben, die wir Uckermärkerinnen sicher benutzen können, ist ein großartiger Meilenstein. Bisher waren die Wege weit - noch weiter – und manchmal wurden wir dann in Berlin auch abgewiesen. Dabei ist es in komplexen Kinderschutzfällen oft sehr dringend nötig, dass eine fachlich kompetente medizinische Einschätzung vorgenommen wird (manchmal sogar von mehreren medizinischen Fachrichtungen, wie zum Beispiel Chirurgie und Internistik) und auch eine psychologische Betreuung notwendig erscheint und das im möglichst geschütztem, fürsorglichen Rahmen. Das geht in einer Kinderschutzambulanz! Da haben wir jetzt die Rechtsmedizin noch gar nicht angesprochen. Und den Fahrtweg dürfen wir nicht unterschätzen. Für die Kinder, aber auch für Eltern und Fachkräfte“

Und mit welchen Erwartungen schauen Sie auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit?

„Die Erwartungen sind selbstverständlich groß. Ebenso weil wir die Chance auf interdisziplinäre Zusammenarbeit haben. Wenn alle sich etwas bemühen die „Sprache“ und Arbeitsabläufe der jeweils anderen Disziplin zu verstehen, dann werden wir schöne Synergien zu Gunsten der Kinder haben.“

Was denken Sie, wäre für Fachkräfte wichtig zu beachten?

„Zu beachten ist, dass wir lernen uns zu verstehen und dass wir im Gespräch sind und bleiben und vor allem anfangs offen und fehlerfreundlich mit dem Blick auf das Kind und das gemeinsame Ziel miteinander umgehen. Das Kind muss im Mittelpunkt aller Perspektiven stehen und darf nicht aus dem Blick geraten. Es muss von allen informiert und beteiligt werden.“

Für alle Fachkräfte ist es wichtig, sich auszutauschen, Prozesse als Handlungsgrundlage für die eigene Entscheidungssicherheit zu kennen und sich beraten zu lassen. Der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes Uckermark koordiniert die Kontaktaufnahme zur Kinderschutzambulanz Eberswalde.
Sofern Sie Verdachtsmomente haben oder Sie sich beraten lassen möchten, sprechen Sie bitte die Kollegen des Jugendamtes an. Kinderschutz geht uns alle an!


SAVE THE DATE – Fortbildungen im Landkreis Uckermark

07.07.2026 Fortbildung – „Zwischen Bildschirm und Blickkontakt – Achtsamer Umgang mit digitalen Medien bei Säuglingen und Kleinkindern“

In der Evangelischen Stadtmission Prenzlau

Referentin – Frau Gerhild Damm als Kindergartenpädagogin, Erziehungswissenschaftlerin, EPB- und STEEP-Beraterin

Die Anmeldung ist unter diesem Link ab sofort online möglich.

08.09.2026 Fortbildung – „Psychische Krisen rund um die Geburt – Beratungswerkzeuge aus der positiven Psychologie“

Online via Zoom

Schatten & Licht e.V. – Initiative peripartale psychische Erkrankungen

Referentin – Frau Michaela Nißler als Psychologin (M. Sc.), Traumatherapeutin (MIT), Notfallpsychologin (BDP), Beraterin nach belastenden Ereignissen, Kommunikationstrainerin und Mitglied im Dachverband Positive Psychologie (DACH-PP e.V.)

Die Anmeldung ist unter diesem Link ab sofort online möglich.


Ihre Netzwerkkoordination

Möchten auch Sie im kommenden Newsletter andere Fachkräfte über Ihr Angebot für Familien informieren? Dann wenden Sie sich an die Koordinierungsstelle unter: FrueheHilfen@uckermark.de 

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01.06.2026