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Heizung: Wärmepumpe - Informationen für Eigentümer

Bei der Installation einer Wärmepumpe stellt sich die Frage nach dem Medium, welches der Anlage die Wärme entziehen soll. Eine Wärmepumpe arbeitet ähnlich wie ein Kühlschrank und baut mit Hilfe von Elektrizität ein Temperaturgefälle auf. Im Haus wird es warm und ein anderes Medium wird abgekühlt.

Sie sind gut beraten, wenn Sie sich vor Ihrem Projekt über die unterschiedlichen technischen Möglichkeiten informieren, denn je nachdem, ob sie sich für eine Luft-Wärmepumpe entscheiden, für Wärmeschleifen, welche sich nahe der Erdoberfläche befinden, für Wärmekoffer oder eine Tiefenbohrung, alle haben Vor- und Nachteile, die es für Ihr Projekt abzuwägen gilt.

Diese Aufzählung ist übrigens nicht abschließend. Auch aus Grundwasser, Gewässern oder Abwässern kann theoretisch Wärme entzogen werden. Mit einer Wärmepumpe machen Sie sich unabhängig von Gas und Öl und können Ihr Haus je nach Anlagenart und Dimensionierung Ihrer Heizflächen sogar im Sommer kühlen. Sie benötigen jedoch für einen effizienten Betrieb der Heizanlage möglichst große Heizflächen wie eine Fußbodenheizung, Wandheizung, Deckenheizung oder Heizleisten.

Der Bundesverband Wärmepumpen e.V. informiert auf seiner Webseite sehr umfangreich zum Thema:

https://www.waermepumpe.de/waermepumpe/

Auch der Bundesverband Geothermie ist ein guter Anlaufpunkt, beispielsweise bei der Suche nach Bohrunternehmen aus der Region:

https://www.geothermie.de

Wärmepumpen in Interaktion mit dem Erdreich

Hier gilt es einige Aspekte zu beachten, da größere bauliche Veränderungen im Vergleich zur Luft-Wärmepumpe vorgenommen werden müssen. Da es bereits vielfältiges Material zum Thema gibt, verweisen wir an dieser Stelle gern auf diese, aus unserer Sicht sehr hilfreichen Dokumente und Anwendungen.

Besonders interessant ist sicherlich der Leitfaden zur Nutzung von Erdwärme des Landes Brandenburg, da hier auch alle rechtlichen Rahmenbedingung für unseren Landkreis anzuwenden sind.

Es gibt jedoch auch Publikationen anderer Regionen, die die technischen Unterschiede sowie Vor- und Nachteile sehr gut beleuchten. Da die folgenden Beispiele jedoch nicht in Brandenburg liegen sind hier jeweils die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die konkreten Potentiale der Regionen nicht oder nur bedingt auf die Uckermark übertragbar.

Leitfaden zur geothermischen Nutzung des oberflächennahen Untergrundes - Schleswig-Holstein

Informationsbroschüre zur Nutzung oberflächennaher Geothermie - Freistatt Sachsen

Wärmepumpen, welche in das Erdreich eingebracht werden sind anzeige- beziehungsweise erlaubnispflichtig! Bis zu Tiefen von 100 Metern ist hier der Landkreis Uckermark zuständig. Sind tiefere Bohrungen geplant, so muss das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe des Landes Brandenburg hinzugezogen werden.

Hier finden Sie die entsprechenden Dokumente unseres Amtes für Landwirtschaft und Umwelt – Bereich Gewässerbenutzung Grundwasser

Weiterhin interessant ist das Geoportal des Landes Brandenburg, über welches eine erste Potentialabschätzung möglich ist und welches Ihnen zeigt, ob generelle Aspekte wie die Lage in einem Wasserschutzgebiet gegen Ihr Projekt sprechen.