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Vorsicht bei Desinformationen / Fake News

Falschinformationen verbreiten sich heute schneller denn je – vor allem in sozialen Netzwerken und Messengerdiensten. In Krisen- und Katastrophenlagen kann Desinformation gefährliche Folgen haben: Sie verunsichert, erzeugt Panik und kann dazu führen, dass Menschen lebenswichtige Warnungen falsch einschätzen oder nicht befolgen.

Auf dieser Seite möchten wir Sie daher über die Risiken von Desinformationen informieren und Ihnen zeigen, wie Sie sichere Quellen erkennen und verantwortungsvoll handeln können.

Desinformation, Fehlinformation, Gerücht - was ist der Unterschied?

  • Bei Desinformation handelt es sich um absichtlich verbreitete, falsche oder bewusst irreführende Informationen. Diese Handlung verfolgt bestimmte Interessen – etwa, um die Menschen zu täuschen, Vertrauen zu untergraben, Angst und Panik auszulösen, gesellschaftliche Spannungen zu verstärken oder politische Ziele zu verfolgen.

  • Fehlinformation entsteht unbeabsichtigt. Menschen verbreiten eine Information, von der sie überzeugt sind, dass sie stimmt, die in Wirklichkeit aber falsch oder unvollständig ist. Auch wenn solche Meldungen oft in guter Absicht geteilt werden – etwa um andere zu warnen oder zu helfen – können sie dennoch dazu führen, dass sich falsche Annahmen verbreiten oder unnötige Verunsicherung entsteht.

  • Gerüchte sind unbestätigte Informationen, die besonders in unsicheren Situationen schnell kursieren. Gerüchte können harmlos sein, führen aber in Krisen dazu, dass sich falsche Eindrücke verfestigen oder offizielle Warnungen nicht ernst genommen werden.

Warum ist das gefährlich?

Falschinformationen können die Meinungsbildung und das Handeln beeinflussen. Sie können dazu führen, dass Menschen…

  • falsche Schutz- oder Verhaltensmaßnahmen ergreifen,
  • Warnungen ignorieren,
  • unnötige Notrufe auslösen,
  • Rettungs- und Einsatzkräfte behindern,
  • Vertrauen in Behörden oder Medien verlieren.

Gerade in Krisen zählt jede Minute – deshalb sind verlässliche Informationen entscheidend.

Warum treten Desinformationen in Krisen besonders häufig auf?

In außergewöhnlichen Lagen – etwa bei Unwettern, Großbränden, Stromausfällen oder Schadstoffereignissen – suchen Menschen schnell nach Informationen. In solchen Momenten tauchen immer häufiger:

  • gefälschte Warnmeldungen,
  • manipulierte oder künstlich erzeugte Bilder, Videos oder Tonaufnahmen,
  • falsche Handlungsempfehlungen,
  • frei erfundene Ereignisse

auf, die das Verhalten der Bevölkerung negativ beeinflussen können.

Wie erkenne ich Desinformationen?

Kritisch hinterfragen statt weiterleiten! Gerade in einer unklaren Situation ist Vorsicht geboten. Bevor Sie Informationen teilen, überlegen und prüfen Sie:

  1. Wer ist die Quelle? Ist die Quelle seriös?
    Ist es eine offizielle Stelle oder ein anerkannter Medienanbieter?
  2. Gibt es eine Bestätigung?
    Ist die Information auf weiteren verlässlichen Seiten zu finden?
  3. Klingt es extrem oder emotional?
    Reißerische Formulierungen sind ein Warnzeichen.
  4. Fehlen konkrete Angaben?
    Fehlen Ort, Datum, Ansprechpartner oder Quellen?
  5. Stimmt das Bild?
    Viele Bilder stammen aus völlig anderen Zusammenhängen.
  6. Wird Druck ausgeübt?
    Sätze wie "Sofort weiterleiten!“ sind typisch für Fakes.
  7. Passt es zur offiziellen Lage?
    Prüfen Sie die Warnungen direkt auf den Internetauftritten der zuständigen Behörden.

Was tun bei Verdacht auf Desinformation?

Richtig reagieren – so schützen Sie sich und andere:

  1. Teile keine Inhalte, bei denen du Zweifel hast!
    Jede ungesehene Weiterleitung verhindert Schaden.
  2. Raus aus der Bubble!
    Checke die Information, indem du sie mit offiziellen Quellen vergleichst. Besonders bei sicherheitsrelevanten Themen.
  3. Andere warnen – aber sachlich.
    Trau Dich und stell Desinformation richtig, ohne zu eskalieren! Erkläre, was an der Desinformation falsch ist und weise auf die Fakten hin!

Tipps für den Alltag

  • Folgen Sie offiziellen Kanälen statt anonymen Profilen.

  • Nutzen Sie vertrauenswürdige Medienanbieter aus Deutschland.

  • Installieren Sie die NINA-Warnapp auf Ihr Handy.

  • Seien Sie vorsichtig, wenn Inhalte stark polarisieren.

  • Prüfen Sie vor dem Teilen: "Würde ich das auch persönlich verantworten?“

  • Bleiben Sie ruhig, auch wenn eine Meldung dramatisch klingt.