Deutsch-polnische Studienreise im Partnerkreis Gryfino
Im Rahmen des Projekts Verwaltungsaustausch im öffentlichen Dienst fand am 27.04.2026 eine Studienreise im Landkreis Gryfino statt. Die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen aus der Uckermark, Gryfino und Mieszkowice nutzten diese Gelegenheit, um über Grenzen hinweg neue Impulse zu gewinnen, Erfahrungen auszutauschen und nachhaltige Netzwerke zu knüpfen.
Die besuchten Stätten boten eine eindrucksvolle Kulisse, um den Blick über die Ländergrenzen hinweg zu weiten. Die ehemaligen Zisterzienseranlagen in Kołbacz beeindruckten mit historischer Substanz und dienten als inspirierendes Beispiel dafür, wie Kulturerbe als gemeinsame Identität genutzt werden kann. Der Kriegsfriedhof in Glinna erinnerte an die Vergangenheit und machte deutlich, wie wichtig Versöhnung, Austausch und gemeinsames Gedenken für eine friedliche Zusammenarbeit sind. Der dendrologische Garten in Glinna und die Buchenheide mit ihrer friedvollen, naturnahen Atmosphäre boten Raum für informelle Gespräche im Freien, abseits formeller Sitzungssituationen, und stärkte so das gegenseitige Vertrauen.
Im Verlauf der Reise wurde deutlich, dass deutsch-polnische Zusammenarbeit nicht nur eine fachliche, sondern auch eine menschliche Angelegenheit ist. Durch gemeinsame Besprechungen, Besuche vor Ort und ungezwungene Gespräche entstanden Empathie und Verständnis füreinander. Die Teilnehmenden betonten, dass der persönliche Kontakt eine tragende Rolle für den Erfolg grenzüberschreitender Projekte spielt.
Aufbauend auf den gewonnenen Eindrücken sollen zukünftige Kooperationen weiter vertieft werden. Das Ziel ist, Erfahrungen zu bündeln, voneinander zu lernen und konkrete Verbesserungen im Arbeitsalltag der Verwaltungen beider Länder umzusetzen. Die Reise hat gezeigt, dass eine enge, respektvolle und kontinuierliche Zusammenarbeit die Grundlage für eine lebendige deutsch-polnische Partnerschaft bildet, die langfristig den Bürgerservice stärkt und die Lebensqualität in beiden Regionen erhöht.
Das Treffen wurde durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt (Kleinprojektefonds) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen in der Euroregion Pomerania).
Quelle: Landkreis Uckermark