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Datum: 06.10.2026

Erster Science Slam in Templin: Archäologin gewinnt mit Forschung über die Kelten

Wie funktioniert die innere Uhr unserer Zellen? Wie beeinflusst die Holzernte den Waldboden? Und was wissen wir wirklich über die Kelten? Beim ersten Science Slam der Präsenzstelle der Brandenburger Hochschulen im Multikulturellen Centrum Templin präsentierten sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung auf unterhaltsame und verständliche Weise. 120 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten einen kurzweiligen Abend und kürten die Textil-Archäologin Ronja Lau zur Gewinnerin.

Beim Science Slam entscheidet das Publikum, wer wissenschaftliche Themen am anschaulichsten auf die Bühne bringt. Die Beiträge reichten von Chronobiologie und Lichtforschung über nachhaltige Holzernte und ballaststoffreiche Backwaren bis hin zur Archäologie.
Mit Prof. Benjamin Engler und Prof. Marcus Schmidt waren gleich zwei Professoren der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) vertreten. Engler erklärte, wie moderne Holzerntemaschinen bei der gezielten Auswahl von Holz aus Mischwäldern eingesetzt werden. Schmidt stellte ein Forschungsprojekt vor, bei dem ballaststoffreiche Reststoffe verwendet werden, um Weißbrot mit Ballaststoffen anzureichern.

Weitere Einblicke in ihre Forschung gaben Roberta Colapietro von der Charité Berlin, die sich mit der inneren Uhr unserer Zellen und deren Bedeutung für die Gesundheit beschäftigt, sowie Dr. Luisa Esguerra Rodriguez und Start-up-Gründer Daniel Vajner. Beide widmeten sich der Lichtforschung und ihren möglichen Anwendungen für Quantencomputer und sichere Kommunikation.

Die Gewinnerin des Abends, Ronja Lau, nahm das Publikum mit auf eine Spurensuche zu den Kelten. Als Doktorandin der Archäologie beschäftigt sie sich mit 2.000 Jahre alten Textilfunden aus Salzbergwerken in Salzburg und räumte mit verbreiteten Vorstellungen über das Aussehen der Kelten auf. Für ihren überzeugenden Vortrag erhielt sie einen Pokal, der von der hauseigenen Tischlerei der HNEE hergestellt wurde.

Die Premiere zeigte, wie groß das Interesse an verständlich vermittelter Wissenschaft in der Uckermark ist. Eine Rückmeldung aus dem Publikum brachte die Begeisterung auf den Punkt: „Dieser Abend hat Templin unglaublich bereichert, kommen Sie unbedingt wieder!“

Und tatsächlich geht es bald weiter: Am 27. November 2027 lädt die Präsenzstelle zum Format „Heimspiel Wissenschaft“ ins Café Temmen ein. Dann berichtet Dr. Benito Schöpke, ehemaliger Milmersdorfer, aus seiner Forschung zum Erhalt der Artenvielfalt am Ackerrand.


Quelle: Präsenzstelle Schwedt | Uckermark