Stadt Prenzlau warnt vor Telefonbetrug bei Pflegehilfsmitteln und Hausnotrufsystemen
Die Stadt Prenzlau warnt vor betrügerischen Maschen im Zusammenhang mit Pflegehilfsmitteln und Hausnotrufsystemen. In jüngster Zeit häufen sich Hinweise auf unseriöse Anbieter, die versuchen, insbesondere pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige durch irreführende Telefonanrufe, persönliche Kontaktaufnahmen oder gefälschte Schreiben zu ungewollten Vertragsabschlüssen zu bewegen.
Die Anrufer geben sich dabei beispielsweise als Mitarbeitende von Krankenkassen, Pflegekassen, Versicherungen, Pflegediensten oder anderen Hilfsorganisationen aus. Unter dem Vorwand, kostenlose Pflegehilfsmittel bereitzustellen, bisher nicht ausgeschöpfte Pflegeleistungen zu vermitteln oder bestehende Hausnotrufverträge erneuern zu müssen, versuchen sie, Vertrauen zu gewinnen und persönliche Daten zu erlangen.
Häufig werden vermeintlich kostenfreie Pflegeboxen mit Verbrauchsmaterialien wie Einmalhandschuhen, Desinfektionsmitteln oder Betteinlagen sowie kostenlose Hausnotrufgeräte angeboten. Tatsächlich kann es sich dabei um den Versuch handeln, kostenpflichtige Abonnements, ungewollte Vertragsbindungen oder weitreichende Vollmachten und Abtretungserklärungen unterzuschieben. Teilweise werden Betroffene auch zur Herausgabe sensibler Angaben wie Bankverbindungen, Versichertennummern oder Informationen zum Pflegegrad gedrängt.
Problematisch wird es insbesondere dann, wenn unberechtigt Leistungen bei der Pflegekasse beantragt werden, ohne dass die Betroffenen die entsprechenden Angebote bewusst in Anspruch nehmen möchten. Im schlimmsten Fall erhalten sie minderwertige oder unbrauchbare Produkte und sehen sich später mit Rechnungen oder Mahnungen konfrontiert.
So können sich Bürgerinnen und Bürger schützen
Die Stadt Prenzlau empfiehlt, bei unerwarteten Anrufen zu Pflegehilfsmitteln und Hausnotrufsystemen besonders vorsichtig zu sein. Wer Zweifel an der Seriosität eines Anbieters hat, sollte das Gespräch beenden und keine persönlichen oder finanziellen Daten am Telefon preisgeben. Auch ein vermeintlich harmloses „Ja“ kann im Zusammenhang mit einem Gespräch später als Zustimmung dargestellt werden.
Verträge, Formulare und andere Unterlagen sollten grundsätzlich sorgfältig geprüft werden. Unaufgefordert zugesandte Angebote oder Vertragsunterlagen sollten nicht ungeprüft angenommen oder unterschrieben werden. Wer unerwartet Pflegehilfsmittel oder ein Hausnotrufsystem erhält, sollte die Angelegenheit zeitnah klären und gegebenenfalls schriftlich widersprechen.
Besteht der Verdacht, dass ohne Zustimmung ein Vertrag abgeschlossen oder ein Antrag gestellt wurde, empfiehlt es sich, direkt bei der zuständigen Pflege- oder Krankenkasse nachzufragen. Dort lässt sich klären, ob entsprechende Anträge oder Vertragsänderungen vorliegen. Bei Verdacht auf Betrug oder eine gefälschte Unterschrift sollten sich Betroffene zudem an die Polizei wenden.
Wer Pflegehilfsmittel oder ein Hausnotrufsystem benötigt, sollte sich vorab unabhängig informieren und Angebote sorgfältig vergleichen. Anlaufstellen wie regionale Pflegestützpunkte, Apotheken, Sanitätshäuser und weitere Beratungsangebote können dabei helfen, geeignete und nachvollziehbare Versorgungsmöglichkeiten zu finden.
Gemeinsam aufmerksam sein
Die Stadt Prenzlau bittet Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere und pflegebedürftige Menschen sowie deren Angehörige, für diese Betrugsmaschen zu sensibilisieren. Sprechen Sie auch im Familien- und Bekanntenkreis sowie mit Nachbarn über die Risiken. Aufmerksamkeit und gegenseitige Unterstützung können dazu beitragen, Betroffene vor finanziellen Schäden und unerwünschten Vertragsabschlüssen zu bewahren.
Quelle: Stadt Prenzlau