Verbraucherschutz, der ankommt: Neues Modellprojekt in drei Kommunen gestartet
Mit dem Projekt „Verbraucherschutz in Kommunen leben“ bringt die Verbraucherzentrale Brandenburg Beratungs- und Unterstützungsangebote gezielt dorthin, wo die Menschen sie benötigen. Gemeinsam mit drei Pilotkommunen – der Stadt Eberswalde sowie den Landkreisen Uckermark und Dahme-Spreewald – erprobt das Modellprojekt neue Ansätze, um Bürgerinnen und Bürger besser zu erreichen, zu informieren und zu unterstützen. Die Umsetzungsphase ist jetzt gestartet. Das Verbraucherschutzministerium fördert das Vorhaben mit insgesamt rund 300.000 Euro.
Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt: „Gute Verbraucherschutz-Beratung ist ein zentraler Bestandteil der sozialen Daseinsvorsorge und muss alle Menschen verlässlich erreichen, auch im ländlichen Raum. Mit dem Modellprojekt ‚Verbraucherschutz in Kommunen leben‘ stärken wir gezielt die Zusammenarbeit vor Ort und sorgen dafür, dass Information, Beratung und Unterstützung dort ankommen, wo die Brandenburgerinnen und Brandenburger sie brauchen. Die enge Kooperation mit den Kommunen ist dabei ein entscheidender Schlüssel für einen niedrigschwelligen Zugang zu Hilfs- und Informationsangeboten. Durch die regionale Verteilung der Pilotkommunen – vom Berliner Speckgürtel bis hin zu ländlichen Regionen im Norden und Süden – erhoffen wir uns Unterschiede, aber auch ähnliche Herausforderungen zu identifizieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen im auf andere Kommunen übertragbar sein.“
Christian A. Rumpke, Vorstand der Verbraucherzentrale Brandenburg: „Unser Ziel ist es, Verbraucherschutz vor Ort noch sichtbarer und zugänglicher zu machen. Daher freuen wir uns, gemeinsam mit den drei engagierten Pilotkommunen neue Wege zu erproben, um Menschen besser zu informieren und zu unterstützen. Unser Ziel ist es, den Bürger:innen bei Problemen aus ihrem Alltag in allen Regionen Brandenburgs mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, damit sie verbraucherunfreundlichen Geschäften oder kriminellen Machenschaften nicht hilflos ausgeliefert sind. Die gewonnenen Erkenntnisse wollen wir daher so aufbereiten, dass später auch andere Kommunen davon profitieren können.“
Das dreijährige Modellvorhaben (2025-2027) setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren. Die Auswahl der Regionen ermöglicht es, unterschiedliche strukturelle Voraussetzungen zu berücksichtigen und sowohl Gemeinsamkeiten als auch spezifische Herausforderungen zu identifizieren.
Konkrete Maßnahmen sind:
- Aufbau einer Vernetzungs- und Informationsplattform: Plattform für kommunale Partner mit Materialien, Vorlagen, Infos und Angeboten
- Bedarfsgerechte Informationsmaterialien: Flyer in einfacher Sprache, Materialien für Kommunen und Multiplikatoren
- Neue Kommunikationswege: Social-Media-Aktivitäten, hybride Vorträge
- Musterkooperationsvereinbarung entwickeln: Damit erfolgreiche Modelle auf andere Kommunen übertragbar werden.
In der Uckermark wollen die beteiligten Akteure außerdem testen, ob sie die vielfältigen Beratungsleistungen der Verbraucherzentrale über den digitalen Bürgerservice des Landkreises LISA anbieten können. Bewährte Ansätze des Modellvorhabens sollen anschließend in mehrjährigen Kooperationen münden und weiteren Brandenburger Kommunen ermöglicht werden.
Aktuelle Informationen zum Projekt im Internet unter www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/verbraucherschutz-in-kommunen
Hintergrund: Über die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.
Die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. ist die wichtigste Interessenvertretung der Brandenburger Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber Wirtschaft und Politik. Sie bietet unabhängige Verbraucherberatung, -information und -bildung zu zahlreichen Themen: Markt & Recht, Reise & Freizeit, Finanzen & Versicherungen, Lebensmittel & Ernährung, Digitales & Telekommunikation, Energie, Bauen & Wohnen. Zudem berät sie zu deutsch-polnischem Verbraucherrecht.
Darüber hinaus mahnt die Verbraucherzentrale Unternehmen ab, die zu Ungunsten von Verbraucherinnen und Verbraucher gegen geltendes Recht verstoßen und klärt die Öffentlichkeit über Verbraucherrechte, Abzockmaschen und Spartipps auf.
Quelle: Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz