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Datum: 03.06.2026

LISA ist Finalist bei der KommDigitale 3. Platz im Wettbewerb in Bielefeld

Zum 5. Mal war der Digitale Bürgerservice LISA in einem Wettbewerb erfolgreich. Bei der Auszeichnung auf der bundesweiten Verwaltungs-Messe KommDigitale am 25. März 2026 belegte der Landkreis Uckermark mit seinem innovativen Projekt den 3. Platz in der Kategorie Landkreise, Ministerien und sonstige Behörden.

Im März 2026 lud die KommDIGITALE zur fünften Verleihung des DIGITAL-Award nach Bielefeld. Die Auszeichnung für öffentliche Digitalisierungs-Projekte wurde bereits zum 5. Mal vergeben. Die Träger des DIGITAL-Award wollen digitale Exzellenz und ihre Protagonisten dort hinbringen, wo sie hingehören – ins Scheinwerferlicht. Dorthin schaffte es auch der Landkreis Uckermark mit seinem 3. Platz für seinen Digitalen Bürgerservice LISA. Durchgesetzt wurde sich gegen insgesamt 50 Bewerber in der Kategorie Landkreise, Ministerien und sonstige Behörden. Die Jury zeigte sich vor allem von dem niederschwelligen Zugang für den Nutzer, dem generationen- und inhaltsübergreifendem Ansatz sowie der Übertragbarkeit auf andere Landkreise begeistert.

Digitale Bürgerbüros als Brücke vor Ort

Herzstück von LISA sind stationäre digitale Bürgerbüros („Cubes“) an sieben Standorten im Landkreis. Beim Betreten wird automatisch eine datenschutzgesicherte Video-Ton-Verbindung zu zuständigen Mitarbeitenden hergestellt. Die Räume sind so ausgestattet, dass Beratung und Antragsbearbeitung vollständig vor Ort möglich werden: Monitore, Dokumentenkamera, Unterschriften-Pad, NFC-Schnittstelle und weitere fest verbaute Komponenten unterstützen das gemeinsame Ausfüllen, Kopieren und Einreichen von Unterlagen – inklusive rechtsverbindlicher Unterschrift.

Leistungen bündeln, Hürden senken

Über LISA werden unterschiedliche Angebote gebündelt, unter anderem durch Sozialamt, Jugendamt, Versicherungsamt, Pflegestützpunkt sowie die AOK Nordost. Damit entsteht ein Zugang, der „Mensch zu Mensch“ funktioniert – nur ohne physischen Behördengang. Die konsequente Niedrigschwelligkeit ist dabei zentral: Da die Technik bereitgestellt wird und die Verbindung automatisch startet, können auch Menschen ohne eigenes Smartphone oder PC die Services nutzen.

Konsequent barrierefrei und ausbaubar

Besonders ist die Ausrichtung auf diskriminierungsfreie digitale Teilhabe. LISA ist barrierefrei gestaltet – mit anpassbarer Schriftgröße und Lautstärke, einfacher Sprache, robusten Einbauten und persönlicher Unterstützung. Begleitend bindet der Landkreis Kommunen, Seniorenbeiräte und weitere Partner ein, um Zugänge zu erklären und digitale Kompetenzen niedrigschwellig zu stärken.
Der Ausbau ist bereits geplant: 2026 soll ein achter Standort eröffnen, weitere Standorte werden geprüft. Zudem laufen Gespräche mit zusätzlichen Partnern wie einer weiteren Krankenkasse, der Verbraucherzentrale und Bundesbehörden. Auch neue Angebote – etwa eine Anlaufstelle für Nachbarschaftshilfe sowie weitere digitale Verwaltungsleistungen – sind vorgesehen. Die Uckermark zeigt damit, wie digitale Verwaltung im ländlichen Raum gelingen kann: wohnortnah, persönlich und barrierefrei.

www.uckermark.de/lisa 

Quelle: Landkreis Uckermark